Freitag, 7. April 2017

Manchmal möchte ich.... raus aus dem Mütter-Wahnsinn

Ich weiß, man soll dankbar sein für das, was man hat und so. Und das bin ich ja auch. Meistens. Doch manchmal, ganz manchmal geht mir alles und jeder ganz gehörig auf den Keks. Dann will ich ausbrechen aus diesem bedürfnisorientierten Mütter-Wahnsinn und mein altes, egoistisches Leben zurück. 

Bild: pixabay.de

Manchmal möchte ich....

  • ... eine ganze Nacht ganz alleine durchschlafen. Am besten in einem schicken Hotel, ganz weit weg von meiner Familie.
  • ... das Familienbett aus dem Fenster werfen und eng gekuschelt mit meinem Mann im schnuckelig-kleinen Ehebett schlafen - nur wir zwei.
  • ... meinen Kindern das Schlafen beibringen.
  • ... alleine aufs Klo gehen.
  • ... mir Oropax ganz tief in die Ohren stecken, wenn das Baby brüllt.
  • .... sofort abstillen und zu festen Zeiten gut sättigende Einser-Milch füttern, in der Hoffnung, dadurch mehr Schlaf zu bekommen.
  • .... die Kinder um acht ins Bett stecken und einfach aus dem Zimmer gehen.
  • ... meine Still-BHs verbrennen und nur noch stilluntaugliche, eng anliegende Kleider tragen.
  • ... den ganzen Tag auf High-Heels durch die Stadt stöckeln, statt in bequemen Sneakers die Spielplätze der Stadt unsicher zu machen.
  • .... meinen Kindern nur Fertig-Fraß vorsetzen und das Kochen gänzlich einstellen.
  • ... die Wäsche-Berge ignorieren und einfach neue Klamotten kaufen, wenn die Kleiderschränke sich leeren.
  • .... endlich wieder ein Glas Weißwein trinken. Oder auch zwei. Oder drei....
  • .... wieder mit dem Rauchen anfangen, und mir mit fremden Menschen draußen den Arsch abfrieren, während wir gemeinsam unserem Laster frönen und neue Kontakte knüpfen.
  • .... Ungehemmt fluchen. Mir ganz bösen Wörtern.

Und jetzt bitte keinen Schreck kriegen. All dies habe ich natürlich noch nicht gemacht und habe es auch nicht vor. (Ok, außer das mit dem Klo.) Aber vielleicht gehe ich demnächst tatsächlich mal alleine in ein ganz schickes Hotel und betrinke mich mit Weißwein. Die Zigaretten lass ich aber stecken. Versprochen. 


Dienstag, 10. Januar 2017

Erkenntnisse einer frisch gebackenen Zweifach-Mama

Bild: pixabay.de

Und ich dachte, ich wüsste alles über Babys. Schließlich habe ich vor drei Jahren schon mal eins bekommen und mich bis heute ganz tapfer darin geschlagen, es großzuziehen. Ha! Jedes Baby ist anders. Hier 14 Erkenntnisse über mein Leben als Zweifach-Mama.


  1. Es ist definitiv genug Liebe für zwei Kinder da.
  2. Es sind definitiv nicht genug Hände, Arme, Beine und starke Nerven für beide Kinder da.
  3. Trotzkind plus Klammerbaby plus arbeitender Mann sind eine... äh... Herausforderung.
  4. Einer schreit (abends) eigentlich immer.
  5. Ein Kind ist nicht wie Urlaub. Zumindest nicht, wenn es gerade heftig trotzt.
  6. Nicht alle Babys schlafen den ganzen Tag
  7. Nicht alle Babys schlafen stundenlang im (stehenden) Kinderwagen.
  8. Wer stehenbleibt, verliert.
  9. Eine Babytrage kann Leben retten.
  10. Das Familienbett funktioniert. Auch mit Baby und Kleinkind
  11. Babys machen manchmal komische Geräusche beim Schlafen. Hier im Repertoire: die quietschende Tür, der Delfin und die verrückte Möwe. 
  12. Stillen ist nicht immer schön und entspannend, sondern gleicht manchmal einem Nahkampf. 
  13. Wer den ganzen Tag mit Quarkwickeln auf der Brust rumrennt, müffelt irgendwann nach saurer Milch.
  14. Diese roten Conealer, die Augenringe neutralisieren sollen, sind für DIE TONNE! (Oder mach ich was falsch?)

Dienstag, 2. August 2016

Offener Brief an alle Körper-Kritiker

Bild: pixabay.de

An alle Lästermäuler, Neidhammel, Figur-Fetischisten, Körper-Kritiker und Hohlnasen: Hört auf damit! Hört auf damit, jeden auf die "Bunte-Waage" zu stellen, jedes Gramm Fett zu viel oder zu wenig zu finden, Busen zu groß oder zu klein, Hintern zu dick oder zu dünn, Nasen zu krumm, Haare zu strähnig, Haut zu großporig.

Sprüche wie "Du hast aber zugelegt", "Du bist zu dürr, iss doch mal was", "Dein Busen ist ja enorm gewachsen", "Der Bauch ist aber ganz schön klein für den 6. Monat", "Boah, ist der Bauch schon riesig" können wir (ja ich spreche einfach mal für alle Betroffenen) nicht mehr hören. Sie sind ungehörig, distanzlos, respektlos, unverschämt und ungezogen!

Hört auf, ungefragt andere Körper zu kommentieren! Und kommentiert niemals - ich wiederhole - NIEMALS den Körper einer schwangeren Frau. Wie dieser sich verändert, ist sowieso kaum zu beeinflussen. Er führt ein Eigenleben, die Natur hat die Regie übernommen. Sie richtet alles so ein, dass ein kleiner Mensch in Ruhe heranwachsen kann. Ja, ich weiß, die Veränderungen können gewaltig und schlichtweg nicht mehr zu übersehen sein. Aber sie sind gut. Sie machen Sinn.

Sowie jeder Körper einen Sinn erfüllt. Darum ist auch jeder Körper gut, so wie er ist - auch wenn er nicht unbedingt dem gängigen Schönheitsideal entspricht. Es gibt kein Recht auf Schönheit. Und natürlich darf man Körper schön oder hässlich, dick oder dünn finden. Aber eben nicht bei jeder Gelegenheit kommentieren. Nehmt es hin. Busen können riesig sein oder winzig klein. Ärsche voller Cellulite-Dellen oder glatt wie ein Babypopo. Jedes Kind lernt heute im Kindergarten "Es gibt große Menschen, kleine Menschen, dicke Menschen, dünne Menschen." That's life. Das muss man den Betroffenen nicht ständig unter die Nase reiben - sei es aus Gehässigkeit, Neid oder dem schieren Unglauben. Habt Respekt vor Euren Mitmenschen und haltet verdammt noch mal Eure Klappe! Danke.


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