Sonntag, 11. Oktober 2015

Mein Wochenende in Bildern #WIB

Samstag:

Das Wochenende startet wie immer mit einem Großeinkauf und einem großen Topf Essen. Diesmal blubbert Bolognese-Sauce auf dem Herd. Das sollte für zwei Tage reichen.


Am Nachmittag besuchten wir eine Kirmes. Ich habe für solche Märkte eigentlich nichts übrig, dachte aber, dass es an der Zeit ist, der Maus ihre erste Karrusselfahrt zu spendieren.

Der Rummel ließ sie erstaunlicherweise völlig kalt. Nur der rote Luftballon, den es auf dem Heimweg gab, konnte sie begeistern.

Somit hat der mittlerweile etwas eingefallene Minion vom letzten Wochenende zu Hause etwas Gesellschaft bekommen.


Die Maus zeigt in letzter Zeit übrigens auffallend Interesse für Hausarbeit. Nach dem Abendessen half sie mir, die Spuren zu beseitigen und wischte hingebungsvoll Stühle und Fußboden sauber. Der Mann war unterdessen schon wieder bei der Arbeit in seinem Restaurant und ich somit wie jeden Abend alleine.

Bevor es is Bett ging, musste die Maus sich erst mal müde tanzen. Ihre neue CD mit Liedern aus der Mini-Disco auf dem Urlaub ist der größte Hit. Dazu wälzt sie sich zuweilen wie ein Rockstar auf dem Boden. Hätten wir eine Bühne im Wohnzimmer und Publikum davor, würde sie ganz sicher dem Stagdiven anheim fallen. 

Trotz des wilden Getanzes daurte es ewig, bis die Maus einschlief und ich verbrachte den größten Teil des Samstagabend am Kinderbett. Würde so gerne mal am Wochenende wieder ausgehen....
.

Sonntag

Nach dem wie immer einsamen Sonntagsfrühstück (Mann bleibt gewöhnlich bis mittags im Bett, da er ja erst spät nachts heimkommt) nutzten die Maus und ich das schöne Wetter für ein bisschen Gartenarbeit. (Das Pinke da hinten ist übrigens keine Herbstblume, sondern die Maus beim Zerstören meiner Winterstauden). Ich habe zwar nicht wirklich einen grünen Daumen, trotzdem macht mir die früher so verhasste Gartenarbeit mittlerweile großen Spaß und ich genieße es mit der Maus an der frischen Luft in der Erde zu wühlen.

Nachmittag sind wir dann zu einer "Landparie gefahren und haben vor lauter Schönheit der Ausstellung auf einem alten Gutshof ganz vergessen, auf den Auflöser zu drücken. Neben Blumen, Deko-Artikeln, Möbel und Kleidung gab es auch reichlich zu essen, Wir probierten Apfel-Möhren-Kuchen am Stil. Die Maus war nicht allzu begeistert - umso besser für mich.



Ich gönnte mir stattdessen eine Flasche französischen Cidre - und konnte noch gerade verhindern, dass die Maus sich einen Schlick hiervon genehmigte. 



Zum Abendessen trafen wir meinen Eltern und gingen in ein schönes Restaurant, aber auch hier vergaß ich vor lauter Begeisterung über die tolle Lokalität  Fotos zu machen... 

Da der Mann an seinem freien Tag Kind-ins-Bett-bring-Dienst hatte konnte ich mir den Tatort genehmigen. aber auch hier schulde ich den Bildbeweis. Merke: ist echt anstrengend, ständig ans Fotografieren zu denken, besonders an einem solch schönen Wochenende wie diesem...






Sonntag, 4. Oktober 2015

Suppe, Sonne und kein Aperol: Mein Wochenende in Bildern #WIB

Ich habe es getan: ich habe tatsächlich am Wochenende mein Smartphone mit mir rumgeschleppt (liegt sonst meistens mit leerem Akku vergessen in irgendeiner Handtasche) und hin und wieder auf den Auslöser gedrückt. Hier seht Ihr, was mir so vor die Linse kam.

Freitag

Um mit möglichst wenig Aufwand, ein möglichst großes Sättigungsgefühl zu erzielen- und das das ganze Wochenende lang, stellte ich mich am Freitagvormittag brav an den Herd und kochte einen riesigen Topf Käse-Lauch-Suppe. Die Frage: "Was essen wir heute und morgen?" wäre somit beantwortet. Das Hausfrauenleben kann so einfach sein.



Für meinen aufopferungsvolle Koch-Session musste ich mich natürlich belohnen: mit einem ausgedienten Einkaufsbummel. In der prallgefüllten Tüte befindet sich sogar ein Teil für mich. 


Samstag

Den Tag der deutschen Einheit startete ich mit ein wenig Hausarbeit -und büßte dabei fast eine Fingerkuppe ein. Merke: Metallbriefkästen haben verdammt scharfe Kante. Und Sauberkeit wird sowieso vollkommen überbewertet.



Zum Glück war das Mittagessen ja schon vorgekocht - selbst mit schwer verletztem Zeigefinger schaffte ich das Aufwärmen spielend. Und der Maus schmeckte die Suppe auch am zweiten Tag.


Gut gestärkt starteten die Maus, mein Mann und ich nach dem Mittagsschlaf zu einer kleinen Radtour.



Wir stoppten an einem kleinen Café, wo wir in der warnen Herbstsonne bei einem Aperol Spritz ein wenig Sommer spielen wollten - doch leider wurden wir von der Kellnerin konsequent ignoriert und blieben auf dem Trockenen. Ob es an der Maus lag, die gut gelaunt das Treppensteigen übte?



Zum Glück besitzet mein Mann ein eigenes Restaurant, wo wir am Abend einkehrten und ich auch tatsächlich etwas zum Trinken bekam.


Abends bin ich aufgrund der Arbeit meines Mannes meistens alleine. Halt doch nicht. Als ich (nach erfolgreicher Einschlafbegleitung für die Maus) auf der Couch liege und erschöpft zur Decke blicke, winkt mir doch dieser freundliche Zeitgenosse zu.


Sonntag

Das Sonntagsfrühstück nahmen die Maus und ich wie gewohnt alleine zu uns. Mein Mann schlief noch, da er erst gegen 3 Uhr morgens Feierabend machen konnte. Jaja, das Leben einer Gastro-Ehefrau kann zuweilen ganz schön einsam sein. Die Maus matschte trotzdem fröhlich auf ihrem Tellerchen rum und kombinierte, Leberwurst, Gurke, Apfel und Käse zu einer recht eigenwilligen Frühstücksvariation.


Achja: Auch der größte Topf Suppe ist einmal leer und so zaubert ich für die Maus zu Mittag schnell ein paar Vollkornnnüdelchen (jaja, Vollkorn, ich bin eine gute Mutter, ne?). Davon habe ich ausnahmsweise aber mal kein Bild gemacht.  

Dafür knipste ich schnell einen Beitrag zum Thema Medienkonsum bei Kleinkindern. Der Fernseher bleibt bei uns zwar konsequent aus (solange die Maus dabei ist) - dafür nutzen wir das iPad zum Musikabspielen. Mittlerweile weiß auch die Maus, wie das geht und schaute sich heimlich das Lied "Mathilda die Schnecke" auf youtube an, während ich kalte Nudeln vom Boden kratzte. Ist das jetzt schon schädlich?



Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang am See und genossen wieder einmal schönstes Oktoberwetter. 


Perfekt für einen Aperol in der Herbstsonne dachte ich mir, als wir einen schönen, sonnigen Terrassenplatz in einem Café ergatterten. Leider wurden wir auch diesmal nicht bedient. Ich überlege ernsthaft, ob ich mein Deo wechseln sollte...

 Stattdessen wechselten wir die Lokalität. Doch auch beim nächsten Café hatte ich kein Glück. Zwar kam ein (schlecht gelaunter) Kellner an unseren Tisch, der beantworte meine Frage nach einem Aperol aber mit den übellaunigen Worten "So etwas führen wir hier nicht." Wie bitte? Hatte ich etwa eine Flasche Jägermeister am frühen Morgen bestellt? Na gut, ein Rose-Wein tat es zur Not auch.

An dieser Stelle streikte leider mein Handy-Akku. Also gibt es keine Fotos vom Apfelkuchen unter Apfelbäumen hinter Reetdach-Häusern, keine vom Badegeplansche mit der Maus, keine von der selbstgemachten Pizza am Abend und keine vom Rosamunde-Pilcher-Film, den ich mir nach dem Essen antue, während der Mann die Maus in den Schlaf singt, 

Und wie war Euer Wochenende?

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Mein Leben als Einschlafbegleiterin

Dass ich so lange nichts mehr gepostet habe, hat verschieden Gründe. Ein nicht ganz unwesentlicher: wenig Zeit. Denn anstatt abends auf der Couch zu sitzen, Mama-Blogszu lesen und selbst  hin und wieder ein paar Zeilen aus dem Alltagswahnsinn einer "working mom" zu schreiben, verbringe ich seit ein paar Monaten meine Feierabende mit Einschlafbegleitung deluxe. Wie es dazu kommen konnte? Keine Ahnung.

Auf einmal wurde das Einschlafen zum Problem. Was früher nur ca. 10 bis 20 Minuten in Anspruch genommen hat, entpuppt sich nun zur abendfüllenden Aufgabe. Bis zu 2 Stunden sitze bzw. liege ich allabendlich am Bettchen und warte, dass die Maus ins Land der Träume reist. Dabei frage ich mich, wie viel Einschlafbegleitung ist eigentlich normal? Und wann sollte sie ganz aufhören?


Händchen halten und Wasser trinken

Früher brauchte es nur meine Anwesenheit. Manchmal noch nicht mal die - manchmal reichte es, wenn ich vor der Tür noch laut aufräumte oder anderweitige Lebenszeichen von mir gab. Doch das ist jetzt vorbei. Seit ein paar  Monaten besteht die Maus nicht nur auf Mama neben dem Bett, nein, sie verlangt auch während des Einschlafens meine Hand zu halten. Auch ganz neu im Repertoire des Töchterlein: Alle 2 bis drei Minuten nach Wasser zu verlangen und jedes Mal nur ein bis zwei Schlucke zu trinken. Auch nachts, wenn sie aufwacht, kann nur eine Schluck aus der Pulle sie wieder zum Einschlafen bringen. Mittlerweile beherrsche ich die Kunst des im Halbschlaf Wasseranreichend buchstäblich im Schlaf. Wenn es gut läuft, muss ich diese Kunst nur einmal in er Nacht anwenden, wenn es schlecht läuft bis zu zehn Mal.

Wenn man wie ich ein äußerst ungeduldiger Mensch ist, gestaltet sich die Einschlafbegleitung zur Tortur. Irgendwann habe ich mir gesagt: "Es reicht. Das Kind lernt jetzt alleine einzuschlafen!"Von diesem Trip bin ich mittlerweile wieder runter. Die Maus schreit hysterisch, wenn ich länger aus dem Raum bin und Schreienlassen bekommt mir nicht - und ihr übrigens auch nicht. Dabei frage ich mich aber auch: Ist es irgendwann ok, das Kind kurz weinen zu lassen? An wann nimmt es keinen Schaden mehr? Dass man Babys nicht schreien lässt, ist klar, aber fast Zweijährige???

Mama muss mal

Ich habe auf jeden Fall beschlossen, weiterhin ihr die Nähe zu geben, die sie anscheinend braucht, um  nach einem ereignisreichen Tag abzuschalten und in den Schlaf zu finden. Gleichzeitig möchte sich die aber auch langsam daran gewöhnen, auch länger mal alleine zu sein und irgendwann alleine einzuschlafen. Dabei möchte ich, dass sie weiß, dass ich im Notfall immer da und sofort zur Stelle bin. Also gehe ich hin und wieder kurz raus, mit der Begründung mal zur Toilette zu müssen oder was zu holen. Dann kehre ich schnell wieder. Solche kurzen Abwesenheiten klappen ganz gut. Die Betonung liegt auf "kurze".

Kindliche Selbstbefriedigung?

Wenn sie dann endlich mal zur Ruhe komme, greift sie sich ihre Stofftiere, stopft sie sich zwischen die Beine und fabriziert so eine Art "Selbstbefriedigung". So ruckelt und ruckelt sie hin und her, hin und her, bis sie vor Erschöpfung irgendwann einschläft. Aber wie gesagt, bis dahin können Stunden vergehen. Ist das noch normal? Machen Eure Kinder das auch? Der Arzt meinte, kein Problem, die Kinder merken halt irgendwann, dass "da unten" schöne Gefühle ausgelöst werden können, und nutzen dies auch zum Runterfahren. Ich bin dennoch leicht irritiert, wenn das Mäuschen allabendlich keucht und stöhnt.


"Das Kaninchen, das so gerne schlafen will" 

Zurzeit  probiere ich ein vermeidliches Hilfsmittel nach dem anderen, von dem ich hoffe, das es die Zeit bis zum Einschlafen verkürzen kann. Neben Spieluhr, Gute-Nacht-Geschichten, Beruhigungsmusik und Einschaf-Cds (alles wirkungslos) habe ich "Das Kaninchen, das so gerne einschlafen will" aus der Trickkiste gezogen - aber noch nicht ausprobiert. Kennt jemand von euch dieses Buch? Es ist von einer Sprachwissenschaftlerin geschriebe und soll durch eine besondere Art des Vorlesens unruhige Kinder innerhalb von wenigen Minuten in den Schlaf bringen. Sobald ich mir diese Technik angeeignet und angewendet habe, berichte ich darüber.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...